Die Informationen im Bereich Soziales verschaffen einen Einblick in das weitgefächerte Angebot des sozialen Hilfesystems im Rheingau-Taunus-Kreis und über die Kreisgrenze hinaus.

Einrichtungen der Sozialen Arbeit unterstützen mit professioneller Expertise Einzelne, Familien und/oder soziale Gruppen bei der Lösung von persönlichen Krisen und besonderen sozialen Problemlagen. Die angebotenen Maßnahmen und Projekte zielen auf die allgemeine Verbesserung der Lebensqualität und Lebensumstände der betroffenen Menschen ab.

Ergänzend finden sich Hinweise zu sozialen Einrichtungen und Projekten, die auf die Förderung des sozialen Miteinanders - und damit auch auf die Integration von zugewanderten Menschen - im sozialen Gefüge der Städte und Gemeinden hinwirken.

Fachdienst Migration

Zuständige Stelle für die Betreuung von geflüchteten Menschen in Fragen des alltäglichen Lebens ist der Fachdienst Migration. Ein Team von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern sowie Pädagoginnen und Pädagogen bietet Beratungen für geflüchtete Menschen im Asylverfahren, Geduldete und Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern (hier: Erstberatungsgespräch) an.

Der Fachdienst Migration veranlasst im Einzelfall eine erforderliche Weitervermittlung zu anderen hausinternen Fachdiensten und externen Fachstellen. Beratung erfolgt zu den regulären Öffnungszeiten im Kreishaus.

Kontakt- und Beratungsstellen

Fachpersonal sozialer Einrichtungen bieten im Rheingau Taunus Kreis kostenfrei und niedrigschwellig Angebote der allgemeinen Sozial- und Lebensberatung an. Diese Hilfen stehen Menschen zur Verfügung, die in persönliche Krisen und Notsituationen geraten sind.

Zur Hilfe zählen u. a.:

  • Entwicklung von individuellen Lösungswegen bei Fragen und Anliegen besonderer Lebenslagen (Krankheit, Arbeitslosigkeit, Trennung, etc.)
  • Unterstützung bei Antragstellungen, rechtliche Informationen
  • Bei Bedarf Weitervermittlung an eine geeignete Fachberatungsstelle
     

Information und Aufklärung online

Der AWO Bundesverband e. V. informiert zugewanderte Menschen auf der Homepage  Neu in Deutschland? Ihre Rechte, einfach erklärt anschaulich zu den Themen:

  • Bundesweite Beratung in verschiedenen Lebenslagen
  • Schutz finden
  • Teilhaben
  • Bleiben
     

Allgemeine Einführungen in die Themen werden in mehrsprachig verfügbaren Videoclips erläutert.

Ehrenamtlich engagierte Integrationslotsinnen und Integrationslotsen übernehmen in den Kommunen des Rheingau-Taunus-Kreises eine wichtige Unterstützerfunktion und bauen Brücken zwischen zugewanderten Menschen, Ämtern, Behörden, Schulen und im gesellschaftlichen Zusammenleben.

Die meisten haben eine eigene Migrationsgeschichte und kennen daher aus Erfahrung die Erfordernisse, Hürden und Herausforderungen eines erfolgreichen Ankommens in der neuen Heimat. Die Kenntnis mindestens einer Fremdsprache sowie eine absolvierte Qualifizierung (Fachthemen: Beratungsgrundlagen, Interkulturelle Kommunikation, Überblick Institutionelle Landschaft, Grenzen des Ehrenamts, etc.) machen sie zu kompetenten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern für Ratsuchende in der Integrationsarbeit. Ihre Aufgaben sind vielfältig und den Bedürfnissen in den Kommunen angepasst.

Die Erreichbarkeit ist in den einzelnen Kommunen unterschiedlich geregelt und der Liste Integrationslotsinnen und Integrationslotsen im Rheingau-Taunus-Kreis zu entnehmen.

Generelle Informationen zu dem Kernprofil der Integrationslotsinnen und Integrationslotsen in Hessen sind in den Orientierungshilfen für Integrationslotsenprojekte im WIR-Programm des Landes Hessen näher beschrieben.

Weitere Informationen zu Qualifizierung und Tätigkeit im Rahmen des Integrationslotsenprojektes im Rheingau-Taunus-Kreis vermittelt die WIR-Koordination.

Sprachliche Barrieren können Gespräche und notwendigen Austausch erschweren. Im ungünstigsten Fall verhindern sie Kommunikation und führen zu Missverständnissen, oft verbunden mit Nachteilen für alle Beteiligten. Gerade Fachkräfte in beruflichen Kontexten stehen vor besonderen Herausforderungen, wenn es um die Beratung und das kultursensible Erfassen von Bedürfnissen der Unterstützungssuchenden geht.

In diesem Fall sind Laiendolmetscherinnen und Laiendolmetscher eine wertvolle und kompetente Hilfe. Im Rheingau-Taunus Kreis unterhalten die Städte Taunusstein, Eltville und Idstein ehrenamtliche Laiendolmetscherinnen- und Laiendolmetscher-Pools.  Öffentliche Einrichtungen, Initiativen, Praxen und Vereine im Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich können diesen kommunalen Dolmetsch-Service auf Anfrage kostenfrei in Anspruch nehmen. Die ausgewählten Laiendolmetscherinnen und Laiendolmetscher haben alle eine Basis-Qualifizierung durchlaufen und wurden auf ihre Rolle und Aufgabe vorbereitet.

Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Schuldnerberatung Hessen hat in Zusammenarbeit mit der Initiative Schuldnerberatung Hessen Informationsblätter zu Themen der Schuldnerberatung in 11 Sprachen erstellt.

Diese allgemein zugänglichen Informationen erfordern oft zusätzlich eine individuell zugeschnittene Einzelberatung. Hilfe bei der Suche nach dem passenden Beratungs- und Hilfsangebot im Rheingau-Taunus-Kreis findet sich im Überblick  Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen.

 

Beratungsstellen

Schnelligkeit und Wandel in der modernen Gesellschaft wirken sich auch auf das Familienleben aus. Wachsender Druck auf die Familienmitglieder durch die Anforderungen in Beruf, Schule und Freizeit können Probleme und Konflikte innerhalb der Familie begünstigen. Ursache von Problemen zwischen den Eltern oder Eltern und Kindern können ihre Ursache innerhalb der Familie oder durch besondere äußere Belastungssituationen haben, wie z. B. Arbeitslosigkeit, Umzug oder auch Zuwanderung.

In Deutschland stehen für Familien oder einzelne hilfesuchende Familienmitglieder Beratungsstellen und Dienste unterstützend bereit, um akute Krisen oder längerfristige Schwierigkeiten zu mildern oder zu beheben. Erziehungs- und Familienexpertinnen und Familienexperten bieten qualifizierte Beratung und Unterstützung an.

In Fragen der Kindererziehung, bei familiären oder ehelichen Konflikten hilft die Übersicht Beratungsstellen und das Netzwerk Frühe Hilfen das passende Hilfsangebot im Rheingau-Taunus-Kreis zu finden.

 

HILFEN IN CORONAzEITEN

Telefonische Beratung im Rheingau-Taunus-Kreis
 

Corona hat für Kinder, Jugendliche und Familie viele Herausforderungen mit sich gebracht, eine besondere Zeit für alle Familienmitglieder. Plötzlich verbringt die Familie viel mehr Zeit miteinander zu Hause. Das kann sehr schön sein. Es kann auch zu Stress, Streit und Ärger kommen. Manchmal ist es nicht zu schaffen, Konflikte in der Familie ohne Hilfe zu lösen. Dafür gibt es verschiedene telefonische Beratungsangebote. Gemeinsam mit Fachkräften kann am Telefon über die Probleme gesprochen und nach Lösungen gesucht werden.

Beratungsstelle finden

Mit einem breiten Beratungsangebot informieren die Verbände der Liga der freien Wohlfahrtspflege alle, die in der Corona-Krise schnelle Hilfe und Rat benötigen. Auf der Webseite der Liga Hessen befindet sich ein Hilfeportal mit wichtigen Kontaktadressen in Hessen. Angebote für Schwangere, Familien, Paare, Menschen in Gewaltsituationen und Menschen mit psychischen Belastungen sind dort ersichtlich.

Eltern Wissen

In der Reihe ElternWissen möchte der AGJ-Fachverband für Prävention und Rehabilitation in der Erzdiözese Freiburg e. V. Eltern in dieser herausfordernden Zeit zur Seite stehen. Die verlinkte Ausgabe zeigt auf, wie Familien diese Herausforderung konstruktiv meistern können. Eltern erfahren, wie sie Kinder und Jugendliche mit ihren Ängsten und Unsicherheiten begleiten können. Ergänzt wurde die Ausgabe um eine übersichtlich aufgebaute Ideensammlung mit Hinweisen zu weiterführenden Links und Tipps.
 

Bundesweite Hilfen in Fragen der Erziehung

Auf der Homepage weist die Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e. V. auf ihr Angebot der Telefon- und Onlineberatung für Jugendliche und Eltern hin. Qualifizierte Beratung wird in allen Fragen und zu allen Problemen rund um die Erziehung angeboten. Ergänzend bietet die Seite Ratsuchenden die Möglichkeit, mittels einer Suchfunktion gewünschte Beratungsstellen online zu suchen.  

Der Verein Nummer gegen Kummer e. V. informiert auf der Homepage zu dem kostenlosen telefonischen Serviceangebot. Eine Onlineberatung, per E-Mail oder Chat, erweitern die Palette der anonymen Beratungsangebote.

Elterntelefon Tel.: 0800 – 111 055 0

Kinder- und Jugendtelefon Tel.: 116 – 111
 

Arbeits- und Informationsmaterialien


Auf der Internetseite des Projektes Familien unter Druck finden Eltern hilfreiche Tipps für Stresssituationen im Familienalltag. Familien sind in den Zeiten von Corona besonderen Belastungen ausgesetzt. Die Kurzvideos geben Anregungen, wie Ärger und Stress in der Familie gemeistert werden können.

Der Wegweiser Neu Anfangen - Tipps für geflüchtete Jugendliche, die mit ihrer Familie in Deutschland leben will jungen Menschen Hilfestellung geben, um sich im neuen Lebensumfeld zurecht zu finden. Aus der Perspektive von Jugendlichen wird auf die Themen Rechte in Deutschland, Gleichbehandlung, Schule, Ausbildung, Aufenthalt, Unterstützungshilfen und Gesundheit eingegangen.

Mit den Erklärfilmen "Gewaltfreie Erziehung" und "Häusliche Gewalt - Kinder leiden mit" engagiert sich der Arbeitskreis Neue Erziehung e. V. (ANE) für eine Stärkung zugewanderter Eltern in gewaltfreier Erziehung. In verschiedenen Sprachen informiert der Verein mit kurzen Filmen zu einer Erziehungskultur, in der Rechte und der Schutz von Kindern im Vordergrund stehen.

Elternkompetenz stärken ist auch das Motto des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen. Auf der Internetseite des Projektes "Seelisch gesund aufwachsen" werden Eltern über die seelischen Bedürfnisse und entwicklungsbezogenen Bedarfe von Säuglingen und Kleinkindern aufgeklärt. Filme (in sechs Sprachen verfügbar) und Merkblätter erläutern anschaulich Wissenswertes und geben alltagsnahe Empfehlungen.

Kinder-Tip Bildkarten für multikulturelle Entwicklungs- und Fördergespräche: 104 Bilderkarten mit Übersetzungen in 10 Sprachen erleichtern die Kommunikation von Erziehenden und Beratenden mit Eltern, die nicht ausreichend Deutsch sprechen. Die Karten decken Themenbereiche wie z. B. soziale, motorische, sprachliche und kognitive Kompetenzen und Förderangebote ab. Das Set ist über den Buchhandel erhältlich oder direkt über den Setzer Verlag.

Schutz vor sexueller und familiärer Gewalt in der Corona-Krise!

In einer Pressemitteilung weist der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, auf den Start der Soforthilfe „Kein Kind alleine lassen“ hin. Die Aktion wurde von dem Missbrauchsbeauftragten Rörig gestartet, um Kindern und Jugendlichen direkten Kontakt zu Beratungsstellen zu ermöglichen. Erwachsenen wird aufgezeigt, was sie in Fällen von sexueller und anderer familiärer Gewalt in der Corona-Krise tun können.

Auf der gleichnamigen Webseite finden Kinder und Jugendliche direkte Hilfe per Chat, Mail, Telefon oder erfahren, an welche Anlaufstelle sie sich in der aktuellen Krisensituation wenden können.

Im Erwachsenenbereich der Seite gibt es neben Materialien zur Weitergabe hilfreiche Tipps und Informationen zum richtigen Verhalten bei einem Verdacht auf sexuelle und andere familiäre Gewalt im Umfeld.

Kindeswohlgefährdung im Rheingau-Taunus-Kreis

Die staatliche Gemeinschaft wacht über das Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen. Ist ihr Wohl gefährdet, hat sie die Möglichkeit, zu intervenieren. Dabei wird eventuell in das Grundrecht der Eltern eingegriffen. Deshalb haben Gerichte hohe Hürden gesetzt. Kindeswohlgefährdungen können durch Gewalt, Missbrauch oder Vernachlässigung ausgelöst werden.

Es wird hierbei zwischen einer Beeinträchtigung (kann negative Folgen für die Entwicklung des Kindes nach sich ziehen, stellt jedoch keine akute Gefahr da) und einer akuten Kindeswohlgefährdung (Gefahr für Leib und Leben des Kindes) unterschieden.

Wenn Sie unsicher sind, ob Sie mit einer Kindeswohlgefährdung konfrontiert sind oder nicht, können Sie bei den Jugend- und Familienberatungsstellen des Kreises eine Beratung in Anspruch nehmen:

Jugend- und Familienberatungsstellen des Rheingau-Taunus-Kreises

Tel.: 06126 – 959 577 921 (Idstein)

oder

Tel.: 06722 – 407 914 3 (Rüdesheim)

Sind Sie sicher, mit einer eindeutigen Gefährdung eines Kindes oder Jugendlichen an Leib und Leben konfrontiert zu sein, kontaktieren Sie das  

Kinderschutzteam des Jugendamtes:

Tel.: 06124 – 510 583

oder

Tel.: 06124 – 510 111

Das Jugendamt kann in diesem Fall keine Beratung anbieten, sondern wird seinem gesetzlichen Auftrag nachkommen.

In Fällen akuter Gewaltanwendung und außerhalb der Öffnungszeiten des Jugendamtes kontaktieren Sie die Polizei.

Polizeinotrufnummer 110
 

Anlauf- und Beratungsstellen

Betroffene können sich im Rheingau-Taunus-Kreis und der Region an erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den aufgeführten Beratungsstellen wenden, wo ihnen eine direkte Unterstützung angeboten wird.

 

Hilfetelefon

Unter der Nummer 08000 – 116 016 können sich Betroffene, aber auch Angehörige, Freunde sowie Fachkräfte anonym und kostenfrei beraten lassen.

Das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen ist 365 Tage im Jahr rund um die Uhr erreichbar. Es ist ein bundesweites Beratungsangebot für Frauen, die von Gewalt betroffen sind. Qualifizierte Beraterinnen und Berater stehen den Anrufenden, oder auch via einer Onlineberatung, vertraulich zur Seite. Sie vermitteln auf Wunsch an Unterstützungsangebote vor Ort. Bei Bedarf werden Dolmetscherinnen und Dolmetscher in 15 Sprachen zum Gespräch hinzugeschaltet.
 

Sibel Online Beratung

bietet die Organisation Papatya, eine anonyme Kriseneinrichtung für Mädchen und junge Frauen mit Migrationshintergrund, die von Verschleppung und Zwangsheirat bedroht sind.  
 

HESSEN ENGAGIERT GEGEN FGM

Du bist von Mädchenbeschneidung betroffen – auch wenn es vielleicht schon lange zurück liegt – und hast dringende Fragen oder Schmerzen? Du hast Angst, zu einer Ärztin oder einem Arzt zu gehen oder weißt nicht wie oder wo Du ärztliche Hilfe bekommst? 

Hier findest Du Informationen zu Terminen und Anmeldung für die kostenfreie Online-Sprechstunde. So kannst Du mit einer Ärztin sprechen, die vertraut ist mit dem Thema Mädchenbeschneidung, und wir können eine Dolmetscherin organisieren, die bei dem Gespräch für Dich übersetzt.  
 

Informationsmaterialien

Unter den derzeit nach Deutschland kommenden Geflüchteten sind Frauen eine besonders schutzbedürftige Gruppe. Auch queere Menschen (LSBTIQAP+ / LGBTIQAP+) sehen sich Diskriminierungen ausgesetzt. Viele haben bereits in ihren Heimatländern oder auf der Flucht Gewalt erfahren. Mit dem Flyer Wer kann mir helfen-Hilfs-und Beratungsangebote soll für Menschen in Konfliktsituationen der Zugang in das deutsche Hilfesystem erleichtert werden. In vier Sprachen (Deutsch, Englisch, Hocharabisch und Persisch) sowie in Bildsprache wird auf die Hilfetelefone hingewiesen.

Mit der mehrsprachigen Broschüre Mehr Schutz bei häuslicher Gewalt informieren das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend und das Bundesministerium der Justiz Geflüchtete zu allgemeinen Fragen wie:

  • Welchen Rechtsschutz haben Opfer von häuslicher Gewalt?
  • Was regelt das Gewaltschutzgesetz?
  • Was ist, wenn Kinder betroffen sind?
     

Der Flyer des Netzwerkes gegen Gewalt Du entscheidest, wen und ob du heiratest gibt jungen Frauen im Falle einer bevorstehenden Zwangsverheiratung wichtige Informationen an die Hand. In Form von Leitfragen und einer Übersicht von Hilfsorganisationen erhalten Betroffene eine Orientierungs- und Handlungshilfe.        

Der Leitfaden Gewalt im Namen der Ehre soll helfen, zügig Entscheidungen zu treffen, um Betroffenen Schutz und adäquate Hilfe zukommen zu lassen. Die Informationen zu Ehrverbrechen/Zwangsheirat richten sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sozialer Einrichtungen, aber auch an Menschen, die z. B. als ehrenamtliche Unterstützerinnen und Unterstützer von Betroffenen mit der Problematik konfrontiert sind.   

#HolDirHilfe - gegen Zwangsheirat und Verschleppung
Am 29.04.2019 hat Papatya die Präventionskampagne #HolDirHilfe gegen Zwangsheirat und Verschleppung gestartet. Der kurze Film #HolDirHilfe ermutigt alle, die von Zwangsheirat und Verschleppung bedroht sind, sich rechtzeitig Hilfe zu holen.

Diskriminierung von Geflüchteten und Zugewanderten

 

Hessen schaut hin! RECHTE UND RASSISTISCHE VORFÄLLE MELDEN

Dies ist eine Intiative, die seit Januar 2020 bei der Bildungsstätte Anne Frank angesiedelt ist. Jeder Vorfall kann über die Online-Meldestelle „Hessen schaut hin!" online auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Französisch gemeldet werden.

"Ob Beleidigung, Ausgrenzung oder Gewalt: Bei uns kannst du einen Vorfall melden, den du selbst erlebt oder beobachtet hast. Deine Meldung ist anonym und kostenfrei. Sie dauert nur wenige Minuten. Vielen Dank, dass du uns dabei hilfst, das ganze Bild sichtbar zu machen!"  Mehr dazu auf der Homepage der Beratungsstelle Response.

Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Der Schutz des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes gilt für alle Menschen, unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus.  Untersuchungen der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zeigen, dass gerade in den Bereichen Arbeit, Wohnen und Dienstleistung geflüchtete und zugewanderte Menschen besonders häufig Diskriminierung erfahren. Die Erfahrungen reichen von Mobbing über die Verwehrung von Leistungen bis hin zu Beschimpfungen, verbalen Anfeindungen und körperlichen Übergriffen. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes  informiert in zehn Sprachen zu dem Diskriminierungsschutz in Deutschland . 

Kostenfreie, vertrauliche und auf Wunsch anonyme Beratung bietet das Netzwerk gegen Diskriminierung Hessen c/o agah-Landesausländerbeirat.  

Kontakt

Netzwerk gegen Diskriminierung Hessen c/o agah-Landesausländerbeirat

Tel.:  0611 - 989 950

Fax:  0611 - 989 951 8

E-Mail: agah@agah-hessen.de

Webseite:  Netzwerk gegen Diskriminierung Hessen

Webseite:  agah Landesausländerbeirat

Eine weitere Anlaufstelle für neu zugewanderte Menschen sind die Migrationsbeauftragten der Hessischen Landespolizei. Sie bieten u. a.:

  • Beratung und Betreuung ratsuchender nichtdeutscher Mitbürgerinnen und Mitbürger bei allen polizeispezifischen Angelegenheiten
  • Schlichtung bei interkulturellen Konflikten
  • Betreuung von Nichtdeutschen als Opfer und Zeugen

Migrationsberater Polizeipräsidium Westhessen
Abteilung Einsatz / E 4 - Prävention
Konrad-Adenauer-Ring 51
65187 Wiesbaden

Suayip Bilir 

Tel.: 0611 - 345 162 3
Fax: 0611 - 345 160 9  

Abdellah Amrouch

Tel.: 0611 - 345 162 5
Fax: 0611 - 345 160 9

 

 

E-Mail Kontakt : migrationsbeauftragte.ppwh@polizei.hessen.de

Extremismusprävention

Der Verein Rumi imPuls e. V. führt hessenweit das Projekt Extremismusprävention durch Aufklärung mit Schwerpunkt auf politischer und sozialer Bildung durch.

Das Projekt fußt auf vier Säulen:
• Kultur: Annäherung an die europäische Entwicklung
• Gleichberechtigung: Freundschaft, Liebe und Sexualität in einer gleichberechtigten Vielfaltsgesellschaft
• Religion und Ethik: Leben in einer Vielfaltsgesellschaft mit Toleranz, Partizipation und Religiosität
• Flora und Fauna: Sensibilisierung für Natur und Umwelt

Das Projekt bietet erlebnispädagogische Veranstaltungen, Einzel- und Gruppenberatung für junge Geflüchtete und unbegleitete minderjährige Ausländerinnen und Ausländer (umA) an, Fortbildungen für Pädagogeninnen und Pädagogen und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren.

 

Orte des Miteinanders 

"(Frei)Zeitgestaltung, die zu Ihrem Leben passt! Sie sind neu in der Region – oder suchen ein neues Hobby? Sie haben einfach Lust, etwas alleine, mit der Familie oder mit Freunden zu unternehmen? Auf SoFa finden Sie alles, was das Herz begehrt und die Region bietet. Lassen Sie sich inspirieren." Die Internetplattform SoFa- das Soziale Familien-Netzwerk Rheingau bietet mit einer integrierten Suchmaschine schnelle Hilfe, um fündig zu werden.

Jugendlichen bis 27 Jahre, die im Rheingau-Taunus-Kreis wohnen, bietet das Jugendbildungswerk des Kreises eine bunte Palette von modernen, preisgünstigen Veranstaltungsangeboten. Im Mittelpunkt des Jahresprogrammes stehen die Bedürfnisse und Interessen Jugendlicher sowie der Umgang mit Herausforderungen, denen Jugend heute begegnet. Die Angebote reichen von Tagesveranstaltungen über Wochenendworkshops bis hin zu längerfristigen Projekten und Bildungsreisen. Angesprochen sind Jugendliche in Verbänden, freien Clubs und Initiativen und interessierte Einzelpersonen.

Die im Rheingau-Taunus-Kreis angesiedelten Mehrgenerationenhäuser und Familienzentren sind Orte, um mit anderen Menschen in Begegnung zu kommen, sich auszutauschen, gemeinsame Interessen zu verfolgen, sich Rat zu holen und miteinander zu lernen. Die einzelnen Einrichtungen veröffentlichen auf ihren Internetseiten jährliche Veranstaltungskalender und informieren zu aktuellen Angeboten und Kursen.

Der Sportkreis Rheingau-Taunus e. V. engagiert sich mit dem Credo Für Integration – durch Sport in die Gesellschaft. Das Anliegen wird mit eigenen Projekten, wie z. B. dem Sportcoach oder einer Übungsleiterausbildung für Männer und Frauen mit und ohne Migrationshintergrund, unterstützt.

Integrationsprojekte

steps - die neue Zeitung für nachbarschaftliches Miteinander

steps ist ein Projekt der Flüchtlings-und Integrationshilfe Idstein e.V. und richtet sich an Migrantinnen und Migranten sowie ihre Nachbarn im Idsteiner Land und Umgebung. Die Zeitung will durch Aufklärung und Informationen zum gegenseitigen Verständnis beitragen. Themenauswahl und Inhalte sind von parteilichen und wirtschaftlichen Interessen unabhängig. steps bietet allen ein Forum für Geschichten, Verbindendes, Tipps, Erlärendes und Unterhaltsames. Neben der Print-Ausgabe ist die Zeitung online zu lesen. Online finden sich auch Übersetzungen in Arabisch, Ukrainisch und Englisch.

Philipp-Kraft-Stiftung in Eltville

Die Philipp-Kraft-Stiftung ist eine Initiative aus der Mitte der Gesellschaft mit dem Ziel, das ungezwungene, demokratische Miteinander von Menschen unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen in Deutschland zu fördern. Die einzelnen Stiftungsprojekte dienen der Integration, Förderung und gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen, die aufgrund ihrer politischen, ethnischen, religiösen oder sonstigen kulturellen Herkunft verfolgt oder benachteiligt werden.  Weitere ausführende Informationen der Stiftung, zu Stiftungsprojekten und aktuellen Aktivitäten vermittelt die Webseite.

"Teilhabe an der Gesellschaft im Rheingau-Taunus-Kreis – Frauen im interkulturellen Kontext"

An den Standorten Taunusstein, Bad Schwalbach und Lorch treffen sich regelmäßig Frauen verschiedener Länder. Die Informations- und interkulturellen Austauschtreffen sind angeleitet und auch für eine Kinderbetreuung ist gesorgt. Die Inhalte der Zusammentreffen orientieren sich an den Interessen der teilnehmenden Frauen. Sie umfassen aktuelle Themen, u. a. aus dem Bereich Gesundheit, Frauenrechte, Erziehung & Bildung, Information zu Unterstützungs- und Beratungsangeboten, Freizeitmöglichkeiten und auch gemeinsame kreative Aktionen.

Die Treffen sind immer offen für neue Teilnehmerinnen, mit und ohne Migrationshintergrund. Nähere Information zu genauen Veranstaltungszeiten und Veranstaltungsorten sind erhältlich über die WIR-Koordination.

Lokales Netzwerk Demokratie - Demokratie leben im Rheingau-Taunus-Kreis

Das Projekt fördert regionale und kommunale Projekte im Rheingau-Taunus-Kreis, die sich gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und für eine Vielfaltsgesellschaft engagieren. Die Webseite der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Rheingau-Taunus informiert zu Möglichkeiten der zivilgesellschaftlichen Beteiligung, Förderrichtlinien und Antragstellung. Die Koordinierungs- und Fachstelle in der AWO berät und hilft weiter bei Fragen zu dem Programm. 

Information

Das mehrsprachige Internet-Portal Tatsachen über Deutschland  ist für zugewanderte Menschen eine gute Orientierungshilfe. Mit profundem Basiswissen und aktuellen Informationen über Deutschland fördert das Portal, unter Berücksichtigung verschiedener Gesichtspunkte, ein besseres Verständnis des gesellschaftlichen Lebens in Deutschland.

Zusammenhalt in Vielfalt - Das Vielfaltsbarometer 2019 der Robert Bosch Stiftung beleuchtet gesellschaftliches Leben in Deutschland. Die Studie stellt Ergebnisse von Untersuchungen vor, die sich mit den Aspekten Akzeptanz der Vielfalt, Einflussfaktoren und Auswirkungen beschäftigen.