Die vielfältigen Regelungen und Möglichkeiten des deutschen Gesundheitssystems sind neu zugewanderten Menschen wenig vertraut. Zur Orientierung in dem deutschen Versorgungssystem sind in vielen Fragen einführende Informationen erforderlich. Nur ein solides Grundverständnis hilft die passende Entscheidung zu treffen, Behandlungen richtig zu befolgen oder durch gesundheitsbewusstes Verhalten zum Erhalt der eigenen Gesundheit beizutragen.

Auf diesen Seiten sind zu allgemeinen und speziellen Fragen aus dem Gesundheitsbereich Kurzinformationen und Verweise zu Informationsquellen zusammengestellt.

Die teilweise mehrsprachig verfügbaren Informationsmaterialien wenden sich an Fachpersonal, Helfer*innen und zugewanderte Menschen mit (geringen) deutschen Sprachkenntnissen.

Leistungen der gesundheitlichen Versorgung  für geflüchtete Menschen im Asylverfahren folgen dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) und liegen im Rheingau-Taunus-Kreis in der Zuständigkeit des Fachdienstes Migration. Fragen zu Leistungen im Krankheitsfall und Einzelmaßnahmen sind mit dem Fachdienst zu klären.

Unter den beschriebenen Bedingungen erfolgt ein Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung:

Neu !

Verhütungsmittelfonds des Rheingau-Taunus-Kreises

Der Zugang zu dem Fonds erfolgt über anerkannte Beratungsstellen.  Informationen zu Voraussetzungen, Art der förderfähigen Verhütungsmittel und Kostenübernahme erhalten Sie direkt bei den Beratungsstellen oder auf der Homepage von Donum Vitae.

Aus aktuellem Anlass: Coronavirus (Covid-19)

Wissenswerte Informationen über den neuartigen Virus sind auf der Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA eingestellt. In mehreren Sprachen finden Sie u.a. umfassende Hygienetipps und einen Film, der anschaulich "richtiges Händewaschen" vermittelt. 

Fortlaufend aktualisierte Informationen stellt auch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) unter dem Stichwort Infektionsschutz über den Coronavirus (Covid-19) für Ratsuchende bereit. Diese sind mehrsprachig verfügbar.

Weitere fachliche Informationen finden Interessierte auf den Webseiten:

Telefonische Beratung

Die Kreisverwaltung des Rheingau-Taunus-Kreises bietet täglich eine telefonische Beratung für Ratsuchende an. Sie erreichen die Mitarbeiter*innen des Bürgertelefons

unter der Telefonnummer:  06124 510-510 (montags bis donnerstags von 8.00 bis 18.00 Uhr und freitags von 8.00 bis 16.00 Uhr)

Weitere telefonische Beratung bieten:

1. das hessische Sozialministerium (HMSI) unter 0800 5554666 (montags bis freitags von 8.00 bis 20.00 Uhr)

2. das Bundesgesundheitsministerium unter 030 346464100

Informationsplattformen und Ratgeber

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA stellt umfassende Informationen zu gesundheitlichen Schwerpunktthemen zur Verfügung. Gleichzeitig bietet die Internetseite die Möglichkeit, durch Verweise und Links zu weiterführenden Gesundheitsinformationen zu gelangen.

Übersichtlich und informativ ist auch die Seite des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) gestaltet. Das breite Themenspektrum ist aufgegliedert in Themenbereiche und in ein Schlagwortverzeichnis (Themen und Symptome). 

Speziell für geflüchtete Menschen bietet der Infodienst des BZgA Informationen und Aufklärungsmaterialien zu Krankheitsbildern, präventiven Maßnahmen und Vielem mehr. Mehrsprachigkeit der Information und bildhafte Darstellungen tragen zu einem guten Verständnis bei.   

Der online Ratgeber Gesundheit für Asylsuchende in Deutschland unterstützt Menschen mit Fluchthintergrund, sich in unserem Gesundheitswesen zurechtzufinden. Die mehrsprachige Broschüre (Deutsch, Englisch, Arabisch, Kurdisch, Paschtu, Dari und Farsi) des Bundesgesundheitsministeriums enthält wichtige Informationen, von notwendigen Erstuntersuchungen bis zum Impfausweis.

Zeckenbiss - Borreliose Gefahr

Ein Aufenthalt in der Natur erfordert besondere Vorsichtsmaßnahmen. An dieser Stelle wird daher auf die mehrsprachigen Informationen und das leicht verständliche Aufklärungsvideo (Deutsch / Türkisch) auf der Webseite der Patientenorganisation Borreliose und FSME Bund Deutschland e.V. hingewiesen.

Wegweiser und Arbeitsmaterialien für Fachkräfte

Mit einer Online Suchmaschine für Hessen unterstützt die Kassenärztliche Vereinigung die Suche nach dem passenden Hausarzt, Facharzt oder Psychotherapeuten. Bei der Suche nach einem Therapeuten bietet die Deutsche Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie (DGPT) e.V.  auf ihrer Homepage zusätzlich eine bundesweite Adressdatenbank an.

Die Broschüre Gesundheitswegweiser Rheingau-Taunus Kreis bietet einen Überblick über Einrichtungen und Institutionen des Gesundheitssektors im gesamten Kreisgebiet sowie deren Leistungen und Angebote. Die kostenlose Publikation ist im Kreishaus erhältlich.

Der Wegweiser Gesundheit für alle wurde vom Ethno-Medizinischen Zentrum e.V. gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit konzipiert und gefördert. Er vermittelt grundlegende Informationen zum Gesundheitswesen in Deutschland und beantwortet allgemeine Fragen, wie z. B. Verhalten im Krankheitsfall, Krankenversicherung, Unterstützungsleistungen der Pflegeversicherung, Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen.

Der Wegweiser liegt in 14 Sprachen vor (Deutsch, Arabisch, Englisch, Farsi, Französisch, Italienisch, Kurdisch, Paschtu, Polnisch, Rumänisch, Russisch, Serbisch/Kroatisch/Bosnisch, Spanisch und Türkisch). Der Versand erfolgt kostenfrei.

Der alltagspraktische tip doc Gesundheitswegweiser und eine Vielzahl weiterer bildhafter Materialien helfen bei der täglichen Arbeit mit Menschen, die (noch) nicht Deutsch sprechen. Alle Materialien stehen zum kostenlosen Download bereit.    

Für die Beratungspraxis hauptamtlicher Fachkräfte wurde das Handbuch  Gesundheitliche Versorgung von Geflüchteten von der Caritas Wuppertal/Solingen e.V. herausgegeben. Die Publikation informiert zu Themen des Gesundheitswesens und verweist auf nützliche Informationsquellen.  

Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen

Unter den folgenden Unterthemen dieser Seite finden Sie Information zu örtlichen Kontakt- und Beratungsstellen. Darüber hinaus können Sie sich auch auf der Internetseite des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen und der Seite Aufbruch Hessen zu Beratungsstellen informieren.

Spezielle Fachstelle Die Teilhabe-Beratung bietet kostenlose und unabhängige Beratung für Menschen mit Behinderungen, Angehörige sowie Fachkräfte und Dienstleister*innen im Rheingau-Taunus-Kreis.

Fachstelle: Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB®)

Aarstraße 44

65232 Taunusstein – Bleidenstadt

Tel.: 06128 / 859 424 2

E-Mail: eutb@jj-ev.de

Webseite: teilhabe-beratung-rheingau-taunus-kreis

Information zu den bestehenden Selbsthilfegruppen im Kreisgebiet erteilen Ansprechpartner*innen im Gesundheitsamt:

KISS – Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen

Heimbacher Straße 7

65307 Bad Schwalbach

Tel.: 06124 / 510 572

E-Mail: gesundheitsamt.badschwalbach@rheingau-taunus.de

 

 

Aufklärungsmaterialien

Für Geflüchtete weisen Aufklärvideos der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen e.V. (HLS) auf Gefahren des Alkohol- und Cannabiskonsums sowie die Risiken des Medikamentenmissbrauchs hin. Die Animationen erläutern rechtliche Hintergründe in Deutschland und zeigen Unterstützungsangebote auf. Sie sind jeweils in fünf Sprachversionen (Deutsch, Englisch, Arabisch, Dari und Tigrinya) verfügbar. Die Videos dürfen von interessierten Organisationen und Personen kostenlos heruntergeladen und weiterverbreitet werden.

Alkohol - weniger ist besser. Zu viel Alkohol schadet der Gesundheit. Mittels Videoanimationen klärt der Deutsche Caritasverband e.V. zu Wirkung und Risiken des Alkoholkonsums auf. Die Clips wurden in sechs Sprachen produziert (Englisch, Arabisch, Französisch, Farsi, Russisch, Polnisch). Zusätzlich wird auf der Seite eine Suchfunktion - nach örtlichen Anlaufstellen des Verbandes - und eine Online-Beratung angeboten.  

Kontakt- und Beratungsstellen

Im Rheingau-Taunus-Kreis bieten Beratungsstellen Hilfesuchenden kompetente Unterstützung und Begleitung an.

Beratungsstellen

Hilfesuchenden stehen im Rheingau-Taunus-Kreis und Umgebung verschiedene Kontakt- und Beratungsstellen zur Verfügung.

Telefonische Beratung in Corona Zeiten

für Menschen mit psychischen Problemen

Die momentane Situation kann verstärkt zu Problemen wie z.B. Angstzuständen, Despressionen oder Schlafstörungen führen. Dafür gibt es folgende Kontaktmöglichkeit:

Telefonische Anlaufstelle von Vitos im Rheingau-Taunus-Kreis

Montags bis freitag von 13:00 bis 15:00 Uhr unter folgenden Telefonnummern:

06123 - 602 80 01

06123 - 602 80 02

06123 - 602 80 03

 

Alternativ:

Mehrsprachige telefonische Sprechstunden bietet auch der Psychosozialen Verbund Rhein-Main an. Geflüchtete Menschen können psychosoziale Beratung in den Sprachen Deutsch, Arabisch, Englisch, Französisch, Farsi und Spanisch erhalten. Die Sprechstunden und Telefonnummern sind in den jeweiligen Sprachen auf dem Flyer ersichtlich.

Deutsch
Arabisch/العربية
Farsi/فارسی
Englisch/english
Französisch/francais
Spanisch/español

Online Beratung

Der Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e.V. unterhält das bundesweite Informationsangebot SeeleFon und bietet Hilfe per Telefon- und Email-Beratung für Menschen mit Migrationshintergrund. Die Mitarbeiter des SeeleFon beraten betroffene Menschen in englischer, französischer und arabischer Sprache.

Die humanitäre Organisation  Ipso gGmbH - International psychsocial organisation hat sich zur Aufgabe gemacht Menschen mit traumatischen Erfahrungen, mit Familienkonflikten, Stress und Problemen in der aktuellen Corona-Krise zu unterstützen. Einfühlsam und kultursensitiv hilft ein Team internationaler psychosozialer Berater*innen Menschen in schwierigen Lebensphasen.

„Manchmal haben wir das Gefühl fest zu stecken, nicht zu wissen wie es weitergehen kann.

Manchmal wissen wir nicht was wir tun können, um die Situation zu verbessern.

Manchmal brauchen wir jemanden mit dem wir reden können.

Jemand, der aufmerksam ist und dem wir uns anvertrauen können.

Jemand, mit dem wir alle schwierigen Aspekte unseres Lebens gemeinsam anschauen können.

Jemand, der Erfahrung hat und professionell ist.“ ( Webseite ipso-care)

Menschen, die Hilfe suchen, können über die Internetseite streng vertrauliche Tele-Videositzungen und die gemeinsamen Gespräche vereinbaren. Die kostenlose psychosoziale Unterstützung wird von professionellen Berater*innen in 13 verschiedenen Sprachen angeboten.

 

Aufklärungsmaterialien

Das Psychosoziale Zentrum (PSZ) für Flüchtlinge in Düsseldorf stellt in mehreren Sprachen Informationen und Übungen für traumatisierte Menschen kostenlos zur Verfügung:

NAWA - der Ort der Geborgenheit (kurdisch), so lautet der Titel der Informationen, die traumatisierten Flüchtlingen und Opfern von Gewalt eine Hilfe sein sollen. Sie helfen traumatisierten Flüchtlingen und ihren Angehörigen und Freunden, besser zu verstehen, was bei einem Psychotrauma passiert und welches Verhalten hilfreich ist.

Mit einem Ratgeber bietet die Bundes Psychotherapeuten Kammer erste Informationen und konkrete handlungsleitende Hilfestellungen zum Thema Trauma. Ein Ratgeber wurde speziell für ehrenamtlichen Helfer*innen entwickelt; ein zweiter für Flüchtlingseltern (erhältlich in den Sprachen Arabisch, Englisch, Persisch und Kurdisch).  

Refugee Trauma Help bietet online vielfältige Informationen für Helfende und Betroffene zum besseren Verständnis von Trauma und seelischen Reaktionen auf schwere Belastungssituationen. Zusätzlich findet sich auf der Seite ein Bilderbuch, Texte und Audiodateien für Erwachsene und Kinder in verschiedenen Sprachen (Deutsch, Englisch, Arabisch, Farsi, Dari). Sie dienen der Soforthilfe und sollen helfen, Wartezeiten auf eine notwendige professionelle Therapie zu überbrücken.

 

 

Information und Arbeitsmaterialien

Kostenlos stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung aktuelle Informationen zur Gesundheit von Flüchtlingskindern zur Verfügung. Online finden sich in vielen Sprachen Infomaterialen zu den Themen: Krankheit, Zahnhygiene, Impfung, Ernährung, Entwicklung, Sprachförderung, Risiken und Vorbeugen.

Pädagogische und medizinische Fachkräfte finden für die Arbeit mit Flüchtlingskindern und ihren Eltern eine umfangreiche Sammlung von Praxishilfen, Fachartikeln und weiterführenden Links.

Frühe Hilfen im Rheingau-Taunus-Kreis

Mit der Geburt eines Kindes stehen Eltern und Alleinerziehende oft vor vielen neuen Herausforderungen. Im Rahmen der Frühen Hilfen können (werdende) Eltern zu unterschiedlichen Themen und Lebenslagen, Gesundheit und Erziehung betreffend, Unterstützung erhalten. Auf einer Homepage informiert das Netzwerk Frühe Hilfen zu Institutionen und Angeboten im gesamten Kreisgebiet.

Netzwerk Frühe Hilfen und Kooperation im Kinderschutz Rheingau-Taunus-Kreis

Heimbacher Str.7

65307 Bad Schwalbach

Tel.: 06124 – 510-459

E-Mail: fruehehilfen@rheingau-taunus.de

 

 

Aufklärungsfilm

Schwangerschaft und Geburt in einem fremdkulturellen Umfeld können verunsichern und Ängste auslösen. Der Film des Deutschen Roten Kreuzes informiert über Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft und die Geburtsvorbereitung ebenso wie über die medizinische Versorgung durch Hebammen, Ärztinnen und Ärzte vor, während und nach der Geburt (mehrsprachig: in Deutsch, Englisch, Arabisch, Paschtu, Somali).

Informationsportal und Wegweiser

Das Webportal Zanzu - Mein Körper in Wort und Bild richtet sich an Menschen, die erst seit kurzem in Deutschland leben. Das Portal bietet in 13 Sprachen Erklärungen zu Körperwissen, Schwangerschaft, Geburt, Verhütung, HIV und sexuell übertragbaren Krankheiten sowie Rechten und Gesetzen in Deutschland. In einigen Herkunftsländern wie z. B. den arabischen Staaten oder in Afrika sei Sexualkunde nicht üblich, so die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Müttergesundheit ist ein mehrsprachiger Wegweiser für Migrantinnen, herausgegeben von dem Ethno-Medizinischen Zentrum Hannover e.V. Die Broschüre ist in sieben Sprachen als Download erhältlich oder online zu bestellen.

Hilfetelefon

Ratsuchenden Schwangeren, die ihre Schwangerschaft verdrängen oder verheimlichen, wird eine Brücke in das Hilfesystem gebaut. Das Hilfetelefon ist für die Frauen ein erster Anlaufpunkt und zeigt ihnen den Weg in die örtlichen Schwangerschaftsberatungsstellen. Hier werden sie von qualifizierten Beraterinnen anonym und kostenlos beraten. Ein weiteres anonymes Angebot ist die Online Beratung.

Hilfetelefon „Schwangere in Not“

Tel.:  0800 40 40 020

kostenlos und 24 Stunden erreichbar

(bei Bedarf auch Beratung in 17 Fremdsprachen)

Beratungsstellen

Soziale Einrichtungen im Rheingau-Taunus-Kreis und Wiesbaden helfen bei allen Angelegenheiten rund um das Thema Schwangerschaft und Geburt.

Falsche Anwendung von verordneten und frei verkäuflichen Medikamenten kann die Gesundheit gefährden. Insbesondere in der Arbeit mit geflüchteten Menschen ist nachzuprüfen, ob die Anwendung richtig verstanden ist. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) stellt übersichtlich die verschiedenen Darreichungsformen von Medikamenten dar. Die Internetseite verfügt über eine englische und deutsche Version.

Ergänzend informiert das Gesundheitsamt des Rheingau-Taunus-Kreises über Beachtenswertes in der Anwendung von Medikamenten und die sachgerechte Entsorgung von Altmedikamenten.