Ehrenamtliches Engagement leistet einen wesentlichen Beitrag zu einer solidarischen und zukunftsorientierten Gesellschaft. Dies ist in den vergangenen Jahren besonders in der Flüchtlingsarbeit deutlich geworden.

In dieser Zeit haben Ehrenamtskreise wesentlich zum Ankommen der großen Anzahl geflüchteter Menschen in den Kommunen des Rheingau-Taunus-Kreises beigetragen und ihnen neben praktischer Alltagshilfe das Gefühl des Willkommens vermittelt.

Ziel der ehrenamtlichen Tätigkeit ist es, den betreuten Menschen den Weg in eine eigenständige, selbstverantwortliche Zukunft zu ebnen. Die folgenden Informationen und Arbeitshilfen sind für Menschen gedacht, die sich in der ehrenamtlichen Flüchtlings- und Integrationsarbeit engagieren oder in diesen Ehrenamtsbereich neu einsteigen möchten.

Die kommunalen Anlaufstellen für ehrenamtliches Engagement im Bereich der Flüchtlings- und Integrationshilfe sind in einem Überblick zusammengestellt. Der Überblick hilft, die richtige Ansprechpartnerin oder den richtigen Ansprechpartner an den verschiedenen Standorten im Rheingau-Taunus-Kreis zu finden.  

Einzelprojekte

Die Homepage des Vereins Flüchtlings- und Integrationshilfe Idstein e.V. gibt direkten Einblick in das ehrenamtliche Engagement der Vereinsmitglieder in der Stadt Idstein.

In Niedernhausen organisiert sich ehrenamtliches Engagement für geflüchtete Menschen in der Intiative Fluchtpunkt Niedernhausen.  Ein Internetauftritt informiert über die lokale Intiative und die vielfältigen Formen der dort angebotenen Unterstützung.

Hessen-Helfen! Wir.Gemeinsam.Zusammen.

Sie möchten in der aktuellen Coronavirus-Krise Menschen in Ihrer unmittelbaren Umgebung helfen. Auf der neuen Plattform Hessen-Helfen können Menschen, die helfen wollen und Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, zusammenfinden. Die Möglichkeiten reichen von Nachbarschaftshilfe bis zur Unterstützung der Landwirtschaft.

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration unterstützt das ehrenamtliche und bürgerschaftliche Engagement durch die Förderung von Qualifizierungsmaßnahmen. Ziel dieser Förderung ist die Qualifizierung und Vernetzung Ehrenamtlicher in den kommunalen Vereinen und Initiativen.

In der Anlauf- und Fachstelle für bürgerschaftliches Engagement der Stadt Taunusstein können von ehrenamtlichen Intiativen, die im Kreisgebiet ansässig sind, Mittel für Qualifizierungsmaßnahmen beantragt werden. Informationen zu bestehenden Qualifizierungsangeboten sind in der Anlaufstelle und in der Volkshochschule Rheingau-Taunus e.V. erhältlich. 

 

Für ehrenamtlich Engagierte in der Flüchtlings- und Integrationsarbeit besteht prinzipiell die Möglichkeit einer versicherungstechnischen Absicherung (Unfall- und Haftpflichtversicherung). Dies ist vor Aufnahme der ehrenamtlichen Tätigkeit mit den Ansprechpartner*innen in der jeweiligen Kommune (siehe: Überblick Anlaufstellen Engagement im Ehrenamt) abzuklären.

Für alle Fragen rund ums Ehrenamt ist die Landesehrenamtsagentur Hessen eine Service-Stelle für Kommunen, Verbände und Vereine, aber auch für engagierte Einzelpersonen. Für den Rheingau-Taunus-Kreis steht eine Ansprechpartnerin zur Verfügung, die interessierten Bürgerinnen und Bürgern Auskunft erteilt.

Die Webseiten der beiden Service-Stellen geben u.a. Information zu der Ehrenamts-Card. Dort erfahren Sie, wer eine E-Card erhalten kann und wie man diese Karte beantragt.

vhs Online-Portal für Ehrenamtliche

Unter dem Slogan „Wir gestalten Integration!“ hat der Deutsche Volkshochschulverband gemeinsam mit dem Learning Lab der Universität Duisburg-Essen ein Online-Portal entwickelt. Dies richtet sich an Engagierte in der Flüchtlingshilfe, die geflüchtete Menschen dabei unterstützen, in Deutschland anzukommen und am Alltag aktiv teilzunehmen.

Selbstvorsorge

In der Flüchtlingsarbeit tätig zu sein, kann Belastungen mit sich bringen, die sich auf das Wohlbefinden der Betreuerinnen und Betreuer auswirken. Wichtig ist es, wie auch in anderen Bereichen der Beziehungsarbeit, dies zu reflektieren und eine entsprechende Selbstfürsorge zu betreiben. In der Arbeitshilfe finden sich nützliche Anregungen und Hinweise.

Notfall Stalking

"Die WEISSER RING Stiftung entwickelt eine App zur direkten und schnellen Dokumentation von Stalkinghandlungen (Fotos, Videos, WhatsApp, Sprachnachrichten, SMS) auf dem Smartphone, damit Betroffene juristisch erfolgreich gegen Stalker vorgehen können." Die App "No Stalk" besteht aus Dokumentationsmodul, einem Informationsmodul sowie einem Notfallbutton und einer Help-Line. Alle Informationen zur der App finden Sie auf der Internetseite der Stiftung WEISSER RING.      

 

Informationsportale

Das renommierte Länderinformationsportal LIP der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bietet im Überblick und zur Vertiefung landeskundliche Informationen zu mehr als 80 Ländern an. Die einzelnen Länderbeiträge sind in fünf Themenfelder gegliedert und decken ein breites Spektrum an landesspezifischer Information ab.

Unter dem Fokusthema Flucht und Asyl stehen vielfältige Informationen und Hinweise auf dem Internetportal Globales Lernen bereit. Die Seite informiert u.a. über Weiterbildungsangebote, Organisationen, Kampagnen, Multimediales, Publikationen und diverse Materialien.

Das Dialogprojekt Qantara der Deutschen Welle, dem Goetheinstitut und dem Institut für Auslandsbeziehungen zielt auf einen Austausch mit der islamischen Welt. Neben Veranstaltungshinweisen finden sich vielfältige gesellschaftliche, politische und kulturelle Themenbeiträge auf der Informationsplattform.

Die Internetseite Fluechtlingshelfer.info liefert nützliches Know-How für Projekte, Arbeitshilfen, Tipps und Handreichungen für ehrenamtliche Helfer*innen, Hauptamtliche aus der Flüchtlingsarbeit und für geflüchtete Menschen selbst.

Gemeinsam Gestalten. Die unter diesem Titel erschienene Broschüre zeigt gesammelte Erfahrungen und Empfehlungen aus der Arbeit mit Geflüchteten auf. Sie ist als Download auf der Internetseite des Vereins Sozialhelden e.V. unter dem Projekt DialogBereiter verfügbar oder kann über diese kostenlos bestellt werden.

Für geflüchtete Menschen, Migranten*innen und zukünftige Bürger*innen Deutschlands ist der Refugee-Guide eine erste Orientierungshilfe in der Ankommens-Phase. In 17 verschiedenen Sprachen ist er als Download verfügbar. Gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit, dem Goethe Institut und dem Bayerischen Rundfunk hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zudem eine Ankommen-App entwickelt, die weitere praktische Informationen für die ersten Wochen in Deutschland liefert.

Thema Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten

Das IQ Landesnetzwerk Bayern hat in Kooperation mit zuständigen IQ Fachstellen und dem BMAS eine Broschüre herausgegeben, die einschlägige Informationen zu arbeitsmarktrelevanten Themen vermittelt. Ziel der Publikation ist, ehrenamtlich Engagierten einen Überblick zu den folgenden Themen zu verschaffen:

  • Anerkennung ausländischer Qualifikationen
  • Arbeitsmarktzugang für Geflüchtete
  • Teilnahme an Integrations- und Berufssprachkursen
  • Umgang mit Trauma-Folgestörungen

Im konkreten Betreuungsfall ist grundsätzlich angeraten, zusätzlich eine professionelle Fachberatung aufzusuchen.

Arbeitshilfen

Spiel & Spass

Die Bundeszentrale für politische Bildung, Geschäftsstelle des Bündnisses für Demokratie und Toleranz (Berlin), hat das Spiel Leben in Deutschland - spielend integrieren auf ihrer Internetseite vorgestellt.

Die Bundeszentrale schreibt dazu:

Das Integrationsspiel "ist ein Gesellschaftsspiel für Jugendliche, Erwachsene und Gruppen, das Jung und Alt Deutschland näherbringt. Das Spiel trägt zum gegenseitigen kulturellen Verständnis bei, vertieft durch Gespräche während des Spiels den interkulturellen und interreligiösen Dialog und fördert ganz besonders Toleranz und Respekt in Hinblick auf andere Kulturen.

Mit einer Spielfigur wird durch Deutschland gereist. Grundkenntnisse über Deutschland werden durch 300 Frage- und Antwortkarten zu unterschiedlichsten Themen vermittelt: Demokratie, Geografie, Kunst, Kultur, Umgangsformen, Rechte und Pflichten, Mietangelegenheiten, Hilfestellungen im Alltag, Vorbereitung auf den Einbürgerungstest, wo finde ich was, Land und Leute, etc.... Das Integrationsspiel gibt es zunächst auf Deutsch/Arabisch, weitere Sprachen sind geplant."

Sendung mit der Maus
Die bekannte deutsche Kindersendung „Die Sendung mit der Maus“ ist international geworden und wird zusätzlich in den Sprachen Arabisch, Kurdisch, Englisch, Französisch und Dari gesendet.

Bilderbuch

Mit Hilfe eines Bilderbuches können Eltern und Betreuer*innen mit Kinder über Corona sprechen.